Kitmirs Erbe

Jahr: 2006, Lauflänge: 30 Minuten

CoverDer Iran gilt weltweit als eines der Länder mit dem höchsten Erdbeben-risiko. Vor knapp vier Jahren entschließt sich daher der Iranische Rote Halbmond zu einem großen Schritt: Die Einführung eigener Suchhundestaffeln. Denn bis heute gibt es keine Technik, die mit einer gut ausgebildeten Hundenase konkurrieren kann. Doch in der muslimischen Welt verbietet der Glaube den Umgang mit Hunden, den unreinen Pariatieren.

Der Gedanke, mit ihnen Menschenleben zu retten, ist völlig neu. Außerdem weiß keiner so recht, wie...


So wendet sich der Rote Halbmond an das Deutsche Rote Kreuz, weltweit eine der führenden Organisationen für Rettungshundearbeit. Nun reist regelmäßig ein deutscher Trainer in den Iran, um eine erste Gruppe von Rettungshundeführern zu schulen. Einer von ihnen ist der 26-jährige Yousef Ansari. Gemeinsam mit seinen Kollegen lernt er zuerst, dass die Voraussetzung zur Ausbildung eine enge Bindung zwischen Mensch und Tier ist.

Die Nähe zu den Hunden, in die der deutsche Ausbilder Yousef und seine Kollegen drängt, nimmt ihnen ihr Feindbild. Skepsis und Scheu weichen zaghaft Sympathie und Freude an der Arbeit. Doch je erfolgreicher das Training mit dem Pariatier verläuft, umso isolierter fühlen sich die Hundeführer von ihrer Gesellschaft. Auch sie laufen Gefahr, unrein zu werden. Sie müssen sich wehren...

Neben fachlichem Wissen hat der deutsche Trainer Yousef und den anderen auch das Gefühl für die Wichtigkeit ihrer Arbeit vermittelt. Die jungen Männer werden ihr Selbstbewusstsein brauchen, denn noch stehen sie und das Projekt "Lebensretter Pariatier" ganz am Anfang. Die iranische Gesellschaft wird letztlich darüber entscheiden, ob sich Mut und Mühen gelohnt haben. Doch für Yousef steht fest: "Was auch passiert, ich liebe diese Arbeit und ich werde sie tun bis ans Ende meines Lebens!"